Nachbericht zum "kama-Cup 2015"

„Das war der Hammer!“ – der KAMA-Cup des TC Grün-Weiß Greding toppte wieder einmal alles. Es war ein Tennisfest, bei dem wirklich alles passte. Packende Tennisspiele, Bombenstimmung, ein rauschendes Sommerfest bei sternklarer Nacht.  Das Gredinger Intervereineturnier elektrisierte auch in diesem Jahr wieder jeden, der dabei war. Insgesamt  29 Mannschaften, bei knapp 80 Teilnehmern, vorwiegend aus der Großgemeinde, waren der Einladung des TC Greding gefolgt. Ob Spieler, Zuschauer oder Feierbiest – alle gingen mehr als zufrieden nach hause. Denn Daniel Geyer hatte mit seinem Team wieder ein tolles Event aus dem Hut gezaubert. Perfekt organisiert lief alles wie am Schnürchen. Sogar der Wettergott spielte mit. Das angekündigte  Gewitter blieb aus, so dass man bis tief in die Nacht feiern konnte.



„Die Spiele bitte beginnen“, hallt es durch das Mikrophon. Es ist kurz nach neun. Der eine oder andere hat sich noch einen Schläger organisiert. Es kann losgehen. Die Teams stehen auf dem Platz. Zunächst steht ein Einzel auf dem Programm, dann folgt das zweite Einzel, ehe das Entscheidungsdoppel gespielt wird. Ganz wie im Davis-Cup im Fernsehen. Die ersten schwitzen schon, denn es ist hochsommerlich warm. Nach drei mal zwanzig Minuten ertönt die Melodie des rosaroten Panthers. Dann der Aufruf: „Die Spiele bitte beenden“. Die Ergebnisse werden eingetragen. Die nächste Runde kann beginnen. Auf der Anlage viele bekannte Gesichter: Die Highländer aus Österberg, Seriensieger der letzten Jahre sind diesmal gleich mit drei Mannschaften vertreten. Seit Jahren schon dabei: die verschenkten Talente, die DJK Grafenberg, TSV Tischtennis, die Fuchsschwanzgang und viele mehr.  Auch die Stadt Greding hat ihre Aufwartung gemacht: Der Bauhof mit Kapitän Franz Dirsch spielt wie schon im Vorjahr ein tolles Turnier. Erstmals am Start: das weiße Ballett, die Kuckucksasse, die Männer ohne Nerven und die Querschläger. Sie holen sich bei ihrem ersten Auftritt gleich den Titel der C-Gruppe. Premiere auch für das Team „Voda und Bua“. Hans Gegenfurtner und Sohn Matthias zeigten sich mit der weißen Filzkugel höchst talentiert. Mit Torsten Holm geht gleich ein ehemaliger Fußballprofi an den Start. Vor über 20 Jahren stand Holm beim TSV 1860 München eine Saison im Zweitligakader. Und die Teilnehmer lernen schnell wie man erfolgreich Tennis spielt: Vorhand, Rückhand, Volley – das einmal eins wird schnell beherrscht, je nach Spielstärke etwas besser oder schlechter. Gespielt wird nämlich in drei Gruppen, nach Leistung aufgestellt. Und in allen drei Kategorien  macht sehr schnell Bekanntschaft mit zwei typischen Phänomen des Tennissports. Präsenz und Eigenverantwortlichkeit: Denn beim Tennis ist ständige Präsens erforderlich, man muss ständig wachsam sein. Klinkt man sich ein paar Minuten aus, so ist der Satz sehr schnell vorbei. „Hilf dir selbst, so hilf dir Gott“. Auf dem roten Court ist man auf sich alleine gestellt und ganz und gar sich selbst unterlassen. Hilfe gibt es hier nur in Form von Coaching in den Pausen oder von mitgebrachten Getränken und Bananen.       
Diese werden dann ab dem Nachmittag mehr und mehr benötigt. Denn die Intensität wird nun höher: die K.o. Runden beginnen. Doch rausfallen kann hier keiner, es gibt an diesem Tag nur Sieger. Jede Platzierung wird ausgespielt. So langsam füllt sich auch die Anlage, manches Team hat einen ganzen Fanblock dabei, der es sich zwischen den Plätzen bequem macht. Man unterstützt seine Mannschaft mit Applaus und einem gemeinsamen Prosten. Auch wenn mal ein gegnerischer Fehler bejubelt wird. Es verläuft alles fair. Die Stimmung ist gut. So auch in der C-Gruppe, wo die meisten Spieler zum ersten mal einen Tennisschläger in der Hand halten. Doch auch hier zeigt man sich versiert, für eine Anfängergruppe wird hier schon ein guter Ball gespielt. Den Titel holt sich hier das Team Querschläger. Mit Daniela Cestaro stellt die Mannschaft auch die beste Spielerin. Im Finale lässt man das Team des SC Kevin hinter sich, der Tennisclub mit dem Breitensportteam II landet auf Rang drei.
Mammutturnier in Gruppe B: 19 Mannschaften duellieren sich hier. Und man befindet sich weitgehend auf Augenhöhe. Die Platzierungen sind hier so eng, dass man mit dem Rechenschieber agieren muss. Für die Viertelfinals müssen gar die einzelnen Spiele ausgezählt werden. Hier präsentiert sich die Tischtennisabteilung als das stärkste Team. Mit einem souveränen Auftritt im Endspiel - alle drei Spiele werden gewonnen - kann Vorjahrestitel verteidigt werden. Werner Hoffmann, Franz Ferschl, Jürgen und Claudia Löchl gelingt es, sich in diesem riesigen Feld durchzusetzen. Mit Werner Hoffmann stellte man zudem den besten Spieler der B-Gruppe. „Meister der Herzen“ – dem Team der Burg-Bad-Oldies, die Abordnung des Tuniersponsors burgbad - hätte wohl jeder den Turniersieg ebenso gegönnt. Die beiden Trainingspartner, das Duo Peter Rind und Konrad Maier spielen ohne Ersatzmann Runde für Runde einen kompletten Tag. Mit großer Spielfreude verbessern sie ihren dritten Rang des Vorjahres. „Drei, zwei, eins“: Im nächsten Jahr kann dann der Titel angepeilt werden.    
Absolutes Top-Niveau diesmal in der A-Gruppe. Wohl selten gab es beim Kama-Cup Tennis von diesem Niveau zu sehen. Wer die Finals verfolgte, der konnte zu den Punktspielen in der Vorwoche keinen Unterschied ausmachen. Der Topfavorit die Highländer aus Österberg mit Topspieler Volker Pfindel hat diesmal zu beißen: in den Vorrundenspielen bleibt man ungeschlagen, holt aber kurioserweise nur drei unentschieden. Am Ende landet Pfindel mit Partner Bastian Uldtschmidt auf Rang drei. Ins Endspiel gelangen die Fuchsschwanzgang 1 und der Bayern-Fan Club. Die FSG stellte mit Manuel Batz den wohl besten Turnierspieler an diesem Tag. Batz legt ein enormes Tempo von der Grundlinie vor, das im Endspiel dann den Unterschied ausmacht. In einem packenden Einzel  besiegt Batz zunächst Tobias Schmidt, ehe Kevin Nickl gegen Julian Kratzer unterliegt. Im entscheidenden Doppel setzen sich Batz/ Nickl gegen die Brüder Julian und Tobias Kratzer durch und holen sich damit den begehrten Kama-Cup.
Diesen gibt es dann zu später Stunde: Bürgermeister Manfred Preischl mit Schwarzachkönigin, Vorstand Christian Hobauer, Sportwart Daniel Geyer, Breitensportwart Georgios Fotopoulos und Burgkama GmbH Geschäftsführer Robert Kratzer ehren die Platzierten. Preischl lobt den Tennisclub insbesondere Turnierleiter Daniel Geyer für das tolle Event. Jeder Platzierte erhält eine Urkunde, die Sieger Sachpreise sowie die begehrten Pokale. Mit einem rauschenden Sommerfest endet dann ein herrlicher Sommertag.