JHV 2020

Der größte Mensch, das kleinste Insekt oder der Rekord im Teebeutelweitwerfen. Das alles kann man im Guinnessbuch der Rekorde genauestens nachlesen. Rekordverdächtig waren auch die Zahlen, die die Vorstandschaft des Tennisclubs Grün-Weiß Greding bei ihrer  Jahreshauptversammlung ihren Mitgliedern vorstellte.


Ganz oben auf der Tagesordnung stand hier eine Zahl: die magische 350. Denn in den nächsten Tagen wird der TC Grün-Weiß das 350ste Mitglied begrüßen. Das ist Rekord in der über dreißigjährigen Vereinsgeschichte. Rekordverdächtig ist jetzt auch die Gredinger Tennisanlage. Eine komplette Sanierung der Plätze, ein neuer Allwetterplatz und ein Flutlicht hieven die Anlage nun noch einmal auf ein absolutes Top-Niveau. Der TC Greding mit seinen Mitgliedern kann nun stolz sein, für die nächsten Jahre so optimale Voraussetzungen für den Tennissport geschaffen zu haben.

Mitgliederstand und Anlage – über diese beiden Punkte zeigte sich Verwaltungsvorstand Christian Hobauer in seinen Ausführungen besonders erfreut. Doch daneben gab es eine Reihe von weiteren positiven Aspekten, die Hobauer ausführlich erläuterte. Hobauer agiert im Bereich Verwaltung seit Jahren akribisch und weitsichtig. Er begrüßte Ehrenvorstand Otto Gilnhammer unter den Gästen. Die Spielzeit 2020  stand komplett unter dem Zeichen von Corona. Die Pandemie erschwerte vieles, machte aber auch innovativ und erfinderisch. Los ging die Saison mit einem Sturmschaden: Otto Gilnhammer, Stefan Daiser, Hans Hoffmann und Dieter Rother konnten diesen in harter Arbeit beseitigen, so dass die Anlage im Mai dann auch bespielbar war.

Fleißig waren die TC Mitglieder auch bei der Renovierung der Anlage. Alexander Batz, Benedikt Meier und Franz Netter erneuerten die schon in die Jahre gekommenen Palisaden. Ein Großprojekt war die Renovierung der kompletten TC-Anlage, die eine Vielzahl an Planungs- und Koordinationsstunden in Anspruch nahm. Die alten Plätze wurden komplett saniert, dazu eine Bewässerungsanlage erstellt bzw. erweitert. Die Linien wurden auf allen Plätzen erneuert, dazu gab es neue Bänke. Otto Gilnhammer erstellte neue formschöne Platznummern. Der Knaller schlechthin und ein Quantensprung war aber der Bau eines Allwetterplatzes: Auf diesem kann nun ganzjährig Tennis gespielt werden. Eine Platzinstandsetzung entfällt komplett. Der Platz bietet auch tolle Optionen für die Saisonvorbereitung, die nun schon im April. Es gibt nun für die Mannschaften keine Ausreden mehr. Bei einem guten Spätherbst kann auf dem neuen Court auch sehr lange noch Tennis gespielt werden, theoretisch auch in den Wintermonaten, je nach Witterung. Die Optimierung der Anlage war jedoch auch ein großer Kraftakt und mit viel Arbeit verbunden. Hobauer dankte Stefan Daiser und Georgios Fotopoulos für die Koordination im Bereich Platzbau, verbunden mit  unzähligen Arbeitsstunden. Die Arbeit hat sich mehr als gelohnt: Alles in allem hat man nun eine Anlage, die man durchaus als Schmuckkästchen bezeichnen kann und die in der Gegend sicherlich ihres gleichen sucht. Man kann den vielen Mitgliedern nun wirklich optimale Bedingungen garantieren. So eine Anlage erfordert jedoch auch viel Routine- und Wartungsarbeiten. Und gearbeitet wurde im TC im letzten Jahr wie immer fleißig: Absoluter Spitzenreiter bei den Arbeitseinsätzen war Stefan Daiser, gefolgt von Georgios Fotopoulos und Peter Rind. Hobauer appellierte an die Mitglieder, sich vor allem zur Frühjahrsinstandsetzung Zeit zu nehmen. Diese Arbeiten sind Pflichtaufgaben und müssen unbedingt gemacht werden.  

Auch in der Öffentlichkeit ist der Tennisclub gut vertreten. Ein Newsletter, ein Facebookauftritt sowie die Homepage lassen die Mitglieder erfahren, was im Club passiert. Dazu liefert Martin Bauernfeind regelmäßig Presseartikel, vorwiegend über die Medenspiele. Dieses Jahr wurde wieder der Saisonbegleiter, das Heft Aufschlag, veröffentlicht. Die Redaktionsleitung hatte hier wiederum Michael Beck, der wie immer ein tolles Heft zusammenstellte. Die Vorstandssitzungen wurden pandemiebedingt in Videokonferenzen durchgeführt.

Unglaublich dagegen der neue Mitgliederstand. Die Mitgliederkurve ging im letzten Jahr noch einmal steil nach oben. Bewegte man sich in den Vorjahren stets um die 300, so zählt der Verein derzeit 349 (!) Mitglieder.  Das 350. Mitglied steht schon in den Startlöchern. Im Tennisclub rätselt man, woher dieser Boom nun auf einmal kommt. Die gute Arbeit der letzten Jahre scheint sich nun auszuzahlen. Man erntet jetzt, was man über Jahre gesät hat. Die gute Jugendarbeit, aber vor allem das Breitensporttraining von Stefan Daiser schafften vielen Sportlern den Zugang zur Sportart Tennis und sorgten damit für einen rasanten Anstieg der Mitgliederzahl. Mit der magischen Zahl 350, so Hobauer, warten aber  auch große Herausforderungen, die nicht zu unterschätzen sind. Es gilt nun diesen Stamm zu halten. Man darf sich nicht ausruhen. Hier muss man, wie schon in den letzten Jahren, kreativ und innovativ sein. Man muss sich selbst immer neu erfinden, das ist der Weg, so Verwaltungsvorstand Christian Hobauer in seinen Ausführungen.

Den Weg des Tennisclubs konnte ein Mitglied hautnah mitverfolgen: Über zwanzig Jahre ist Stilla Schalk nun aktives Mitglied im TC Grün-Weiß Greding. Sie wurde von Christian Hobauer für die langjährige Treue geehrt. Schalk ist auch Mitglieder der Damenmannschaft 40. Doch auch die Schattenseiten des Lebens wurden in der Versammlung deutlich: Mit einer Gedenkminute wurde dem Tode von Mitglied Wally Dollinger gedacht, deren Tod im Verein große Erschütterung auslöste.

Für den sportlichen Bereich referierte Daniel Geyer, Vorstand Sport. Trotz Corona, so Geyer, konnte der Tennissport ausgeübt werden. In der Medenrunde fand dabei nur eine Übergangssaison statt, die Tabellen wurden nicht gewertet. Immerhin sieben Teams des TC Greding gingen hier an den Start. Auch eine Vereinsmeisterschaft konnte man im Sommer durchführen: Einzelmeister der Damen 30 wurde Anette Metzner, sie holte sich auch den Titel in der Kategorie Damen 50. Der Sieger im Klassement Herren 40/50 hieß Rainer Rauchecker. Das Damen 30 Doppel gewannen Carmen Hackner mit Michaela Mosburger. Im Herren Doppel 40/50 hießen die Sieger Rainer Rauchecker mit Thilo Wagner. Im Mixed siegten  Marion Schneider mit Stefan Daiser.

Durchgeführt wurde auch wieder der Tenniskurs Fast-Learning. Mit einem neuen Konzept kann hier in wenigen Stunden das Tennisspielen erlernt werden. Dies lieferte einigen Mitgliedern den Einstieg in den Verein. Gute Arbeit leistet wie schon in den Vorjahren die  Tennis Schule Top–Tennis- Company aus Nürnberg. Sie führt ganzjährig das Jugendtraining durch, zudem organisierte sie ein Jugendcamp. Auch am Ferienprogramm der Stadt Greding nahm der Tennisclub mit einem Vormittag teil. Alles in allem hat man derzeit einen sehr breiten Stamm an Jugendlichen, vor allem bei den Kleinsten. Besonders lobenswert: die Jugendlichen spielten nicht nur Tennis, sondern lieferten auch tolle kulturelle Beiträge zur digitalen Weihnachtsfeier.

Seniorenbeauftragter Hans Georg Piotrowski bedauerte, dass die Oldies im vergangenen Jahr auf ihre geliebten Medenspiele verzichten mussten. Dazu fiel auch das Wintertraining aus. Dieses Jahr ging man aber wieder an den Start, dabei sogar mit zwei Mannschaften. Dem Team Herren 75 und Herren 80, beide in hohen Spielklassen mit weiten Auswärtsfahrten. Respekt: in diesem Alter  noch so ein Programm zu bewältigen. Unterstützt wird die Truppe von Spielern des TC Allersberg. Gepflegt wird bei den Senioren natürlich auch die Geselligkeit, bei gemütlichem Beisammensein findet man sich stets auf der Clubheimterrasse ein.    

Ein echter Trumpf im Verein ist das Breitensporttraining am Montagabend.  Unter Federführung von Stefan Daiser spielen hier Neumitglieder und Spieler, die locker Tennis spielen wollen, in einer geselligen Runde.  Unterstützt wird Daiser dabei von Joachim Anacker, Peter Rind, Horst Krause und Marion Schneider, die das Training mit übernehmen. Am Montagabend ist die Anlage stets rappelvoll. Häufig wird auf vier Plätzen in zwei Schichten trainiert. Gerne sitzt man danach noch zusammen. Eine Großzahl der Neumitglieder rekrutiert sich aus dem Breitensporttraining. Auch viele der heutigen Mannschaftsspieler haben ihre ersten Tennisversuche an besagten Montagabenden gemacht.  

Christa Meier, Vorstand Kultur berichtete über ihren Sektor Kultur/Vergnügen. Mit ihren Mitstreitern Julia Streschnak, Andrea Frank und Anette Metzner bedauerte sie, dass es wegen der Coronapandemie leider nur wenig Optionen gab. So gab es 2020/2021 keine Feste. Doch man machte aus der Not eine Tugend: die digitale Weihnachtsfeier war ein voller Erfolg, ein einmaliges Ereignis und wird auch in Jahren noch Gespräch sein. In unzähligen Arbeitsstunden zauberte man eine Weihnachtsfeier, die legendär war. Essensausgabe durch ein Gredinger Hotel, ein tolles Programm mit vielen Beiträgen, am Ende noch eine Verlosung: Diese Weihnachtsfeier wird wohl einmalig bleiben.  

Den Bereich Finanzen verwaltet im TC Gisela Fischer. Christian Hobauer bedankte  sich bei Fischer für deren professionelle Arbeit. Die Finanzen sind solide, man ist für die nächsten Jahre gut aufgestellt.  Die beiden Kassenprüfer Dr. Jürgen Metzner und Mirko Flemming bescheinigten eine perfekte Kassenführung, die Vorstandschaft wurde komplett entlastet.

Über eine Erneuerung des Flutlichts mit gleichzeitiger Kreditaufnahme stimmte dann die Mitgliederversammlung ab. Das Flutlicht wird nun noch einmal für einen Quantensprung sorgen. Es kann in den Abendstunden noch Tennis gespielt werden. Dazu besteht die Möglichkeit auf dem Allwetterplatz im Winter bei Flutlicht zu kicken. Die Arbeiten dazu werden im Herbst beginnen.